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Presseberichte

Vohrer-Preis für Kammer-Oper

FDP würdigt Winni Victors für bürgerschaftlichen Einsatz im Musikleben

Julius-Vohrer-Preis 2017  
Stadträtin Regine Vohrer, FDP-Kreisvorsitzender Reinhold Maas, Preisträgerin Winni Victor und FDP-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Robert Klein bei der Verleihung des Julius-Vohrer-Preises 2017  

Der JULIUS-VOHRER-PREIS FÜR BÜRGERSCHAFTLICHEN EINSATZ IN REUTLINGEN ist vergeben.

Stadträtin Regine Vohrer und FDP-Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Robert Klein überreichten im Weindorf bei der Marienkirche die Urkunde und einen symbolischen Scheck über 1000 Euro an Winni Victor für die Reutlinger Kammeroper. FDP-Kreisvorsitzender Reinhold Maas würdigte die Preisträgerin für ein ausserordentliches Engagement im kulturellen Bereich. "Winni Victor hat, als sie mit ihrer Familie 1998 nach Reutlingen zurückkehrte und ihre langen Wanderjahre aufgab, die sie u.a. an Theaterhäuser in Bremen, Zürich, Frankfurt und Berlin führten, ihre künstlerische Arbeit als Regisseurin nicht aufgegeben, sondern mit ihren Inszenierungen das kulturelle Leben Reutlingens bereichert", stellte Maas fest.

Bereits vor ihrer Rückkehr nach Reutlingen habe sie begonnen, sich intensiv mit neuer Musik auseinanderzusetzen. "Hier in Reutlingen entstand nun im Gespräch mit Karl Michael Komma die Konzeption für eine Kammeroper“, erinnerte der FDP-Kreisvorsitzende. Die Folge könne sich sehen lassen. In den vergangenen zwölf Jahren entstand eine Reihe von Musiktheaterinszenierungen, von denen Reinhold Maas nur ein paar Beispiele nannte: Die mitreißende und aufrüttelnde Interpretation von Hans Werner Henzes „El Cimarron“, das bezaubernd-burleske „Amfiparnaso“ aus dem 16. Jahrhundert, die äußerst berührende Fassung Grigori Frids des „Tagebuchs der Anne Frank“ oder die geradezu betörend schöne Fortschreibung eines Fragments von Christoph Willibald Gluck durch Michael Riessler. Für die nächsten Jahre sind schon eine ganze Reihe neuer Projekte in Arbeit. In diesem Jahr könne man sich freuen auf „Pierrot Lunaire“ von Arnold Schönberg.


Was den Julius Vohrer Preis angehe, bestehe Winni Victors Leistung u.a. darin, dass sie trotz vielerlei Widrigkeiten, wenig öffentlicher Unterstützung, nicht aufgegeben und an ihrer Leidenschaft für die Reutlinger Kammeroper festgehalten hat. So habe die Kammeroper bis heute keinen festen Ort, mit dem sie planen kann, sie habe keinen festen Etat, der Ihr als Theater jedes Jahr fix zugesagt wird, sondern neben der künstlerischen Arbeit stehe jedes Jahr neu die Aufgabe im Raum, mit welchem Geld, wie und wo sie Ihre Kammeroper präsentieren kann.


"Mit einem immensen Engagement findet sie den Weg, der zur Aufführung führt. Dabei ist ihr wichtig, dass ihr Team vernünftig bezahlt wird, schliesslich handelt es sich um professionelle Schauspieler und/oder Sänger, und nur mit solchen kann sie ihren hohen künstlerischen Anspruch umsetzen. Um dies zu leisten ist sie unermüdlich auf Suche nach Lösungen", betonte Maas. Inzwischen gebe es einen festen Publikumsstamm für die Kammeroper sowie etliche Gastspiele außerhalb Reutlingens. Maas: "Höchste Zeit also, Winni Victor öffentlich in Reutlingen für ihre Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz zu preisen. Der damit verbundene Geldpreis kann nur ein kleiner Tropfen sein aber wir wünschen Ihr, dass dieser Preis weitere Kreise anspricht und ihr zukünftig die Wege erleichtert, Türen öffnet, um die notwendigen Unterstützer zu finden".

 

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